Bedürfniskompass

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„Es braucht nicht mehr Spielzeug, sondern das Gefühl, gebraucht zu werden!“

„Nest’erl“ heißt die neue, großzügige Kinderbetreuung im ULRICHSHOF und bietet nun sechsmal mehr Platz als zuvor. Hier können kleine Abenteurer frei entdecken und spielen, unterstützt von einer liebevollen Gemeinschaft. Michaela Lankes, Mitglied der ULRICHSHOF Geschäftsleitung und Leiterin der Kinderbetreuung & Animation, erklärt das einzigartige Konzept und die vielfältigen Angebote.

Was ist das „Nest'erl“?

Das „Nest’erl“ ist unser Indoor WaldWunderWerk der Kinderbetreuung. Hier bieten wir kleinen Abenteurern eine einzigartige Welt voller Spiel, Spaß und Kreativität. Wir setzen auf eine offene Struktur, die den Kindern die Freiheit gibt, sich selbst zu entdecken und auszuleben.

Kinderbetreuung im "Nest'erl"

Was ist der Kern des neuen Betreuungskonzepts?

Der Hauptansatz ist, dass die Kinder nicht nur betreut werden, um Zeit zu überbrücken, sondern weil wir sie wirklich brauchen. Wenn wir zum Beispiel Dekoration benötigen, basteln wir sie gemeinsam. Wenn wir etwas zu essen brauchen, kochen wir zusammen in der Küche. Oder wir erledigen Gartenarbeit gemeinsam. Es geht darum, den Kindern das Gefühl zu geben, gebraucht zu werden, anstatt ihnen ständig neues Spielzeug zu geben. Kinder bekommen heutzutage immer mehr Spielzeug und trotzdem reicht es oft nicht aus, weil sie von klein auf an diese Überflutung gewöhnt sind. Deshalb sind unsere Räumlichkeiten bewusst minimalistisch gestaltet, um mehr Raum für die individuelle Betreuung der Kinder zu schaffen. Weniger Bespaßungsmaterial bedeutet mehr echte Interaktion und mehr Konzentration auf die Kinder. Ich bin überzeugt, dass unser Ansatz funktionieren wird, auch wenn wir uns von herkömmlichen Kinderhotels unterscheiden.

"In unserer materiell geprägten Welt ist es wichtig, die einfachen Dinge nicht zu vergessen."

Michaela Lankes

Wie unterscheidet sich das neue Konzept von den traditionellen Programmen?

Früher waren Kinderbetreuungsprogramme oft mit festen Programmpunkten durchgeplant. Als ich das Pony Camp ins Leben rief, bemerkte ich, dass Betreuung eigentlich anders gestaltet werden sollte. Über die Jahre habe ich gelernt, dass weniger Planung und mehr Flexibilität, um auf die Kinder einzugehen, die Zeit viel erfüllender macht. In unserer materiell geprägten Welt ist es wichtig, die einfachen Dinge nicht zu vergessen und zu erkennen, dass Kinder keine Last sind. Wenn wir sie von Anfang an emotional intelligent und resilient erziehen – wie es unser Basiskonzept bei EMALAMA Raidho Kids vorsieht – fühlen sie sich gut und brauchen keine permanente Bespaßung. Sie fühlen sich wichtig und gebraucht, was dazu führt, dass man nicht ständig neues Spielzeug braucht. Die mediale Welt ist laut und voll von Eindrücken, daher ist ein ruhigerer und einfacherer Ansatz oft besser.

 

Wie reagieren die Kinder auf diesen neuen Ansatz?

Es kann anfangs für viele Kinder schwierig sein, sich darauf einzulassen, vor allem wenn Kritik kommt, dass es zu wenig Spielsachen gibt. Aber hier sind wir gefragt, es den Kindern vorzuleben. „Energie folgt der Aufmerksamkeit“ bedeutet, dass alles in unserem Leben größer wird, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf positive Dinge lenken, wird dies unser Leben bereichern. Kinder schauen uns an und spüren, wenn wir authentisch und voller Freude bei der Sache sind. Wenn wir zum Beispiel singen und es wirklich genießen, machen die Kinder begeistert mit. Sie brauchen dann kein Spielzeug, weil sie spüren, dass wir ihnen eine bedeutungsvolle Erfahrung bieten.

 

 

Wie wurde das neue Konzept in die Planung und Bauphase integriert?

Unser Konzept spiegelt sich auch im Design der Räumlichkeiten wider. Die Hülle des Gebäudes ist modern, aber wir sind bewusst zurück zu den Wurzeln gegangen, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Viele erinnern sich daran, dass sie als Kinder am liebsten bei den Großeltern in der warmen Stube saßen. Dieses Gefühl der Geborgenheit wollten wir vermitteln. Ein Beispiel ist unser Kachelofen in der „Nest’erl-Stubn“. Zwar konnten wir aus brandschutztechnischen Gründen keinen echten Ofen mit Feuer installieren, aber wir haben einen Holzkachelofen mit einem Heizelement dahinter, sodass es trotzdem kuschelig warm am Kinderstammtisch ist. Das zeigt den Kindern auch, dass es immer alternative Lösungen gibt, auch wenn etwas nicht wie gewünscht funktioniert.

 

"Unser Konzept basiert auf Herzenswärme, Geborgenheit und Zusammensein."

Michaela Lankes

Was macht das „Nest'erl“ so besonders?

Unser Konzept basiert auf Herzenswärme, Geborgenheit und Zusammensein. Wir heißen Kinder von 0 bis über 100 Jahren bei uns willkommen – und das von 9 bis 20 Uhr. Es gibt keine Anmeldung, jeder kann spontan vorbeikommen und das tägliche Leben feiern. Wir kochen, backen, pflanzen, basteln, bauen und musizieren gemeinsam. Es ist ein Ort, an dem alle Generationen zusammenkommen und Zeit miteinander verbringen können.

 

Welche speziellen Aktivitäten werden angeboten?

In der „Nest’erl-Stubn“ feiern wir Küchenpartys, kochen und essen gemeinsam. Unser Musikzimmer lädt dazu ein, mit Instrumenten aus aller Welt die eigene Melodie des Herzens zu entdecken. Außerdem haben wir eine Töpferei und einen Bereich, in dem Stoffe, Garne und Naturmaterialien kreativ verarbeitet werden können.

 

 

Wie läuft das gemeinsame Kochen in der „Nest'erl-Stubn“ ab?

In unserer „Nest’erl-Stubn“ wird der Kochlöffel zum Zauberstab. Wir kochen zusammen nach Herzenslust – mal regional bayerisch, mal exotisch und ausgefallen, aber immer mit Liebe. Unsere Küchenfeen leiten den Mini-Kochkurs und zeigen den kleinen und großen Köchen neue Tricks. Die fertigen Köstlichkeiten genießen wir dann gemeinsam am Kindestammtisch. Für das betreute Mittag- oder Abendessen kann man sich jeweils anmelden.

 

Was ist das Besondere an der Betreuung im „Nest'erl“?

Unsere Herzensbegleiter*innen kümmern sich liebevoll um die Kinder – mit und ohne Begleitung. Sie sorgen für Geborgenheit und eine sinnerfüllte Zeit. Wir möchten den Kindern und ihren Familien zeigen, wie schön das Leben sein kann und sie inspirieren, gemeinsam neue Erfahrungen zu machen. Unsere kleinsten Gäste werden auf Wunsch von ausgebildeten Trageberaterinnen im Tragetuch oder der Trage getragen – wir nennen das „in Liebe eingehüllt“.

 

Welche Prinzipien stehen hinter der Betreuung?

Uns ist wichtig zu betonen, dass wir uns an den Prinzipien orientieren, die in Kulturen mit besonders glücklichen, kompetenten und widerstandsfähigen Kindern erfolgreich sind. Diese Prinzipien werden auch durch aktuelle Studien, zum Beispiel von der Harvard-Universität, bestätigt. Es geht darum, eine enge Verbindung zu schaffen, bedeutungsvolle Zeit miteinander zu verbringen und den Alltag sowie den Umgang mit der Natur als das größte Spiel des Lebens wiederzuentdecken. Also weg von künstlich geschaffener Trennung und hin zu natürlicher Verbindung und Einigkeit. Wir freuen uns sehr, wenn viele kleine und große Abenteurer den Weg zu uns finden und sich von unserem „Nest’erl“ inspirieren lassen. Das Leben ist voller Wunder, und wir sind hier, um diese Wunder gemeinsam zu entdecken.

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